Von Prinzen, Fröschen und anderen Bestien

Kapitel 1

Er saß links neben ihr und sie konnte seine Gier wahrhaftig spüren, dieses Verlangen eine bestimmte Frau ganz zu beherrschen und zu besitzen. Dieses qualvolle Gefühl aus Sehnsucht und Eifersucht, die für ihn so nahe beieinander lagen, die jedes Mal, beim geringsten Zweifel in ihm aufkam, wenn er sie anrief und nicht wusste, wo sie war und vor allem bei wem. Er hatte seinen langen muskulösen Arm um sie gelegt, hinter ihren rechten Schulter vorbei, wobei dieser bis hinunter zu ihrer rechten Hand reichte, mit der sie sich auf dem Sitz abstützte und die er nun fest umschlungen hielt, so fest, dass sie diese nicht rühren konnte.

Abrupt hielt das Auto an, er stieg aus, ohne dabei ihre Hand loszulassen. Doch sie machte nicht die geringsten Anstalten ihm zu folgen, blieb sitzen und es gelang ihr, sich seinem Griff zu entziehen. „Nein, ich komme sicher nicht mit Dir,“ fauchte sie auf seine Aufforderung hin. „Du bist es doch, der immer unzählige Frauen um sich haben will, und ich nehme immer welche mit, aber das hast Du jetzt davon, denn es interessiert mich nicht jetzt nicht mehr, mit Dir zu gehen.“ Fahren sie weiter, Singerstraße,“ befahl ihre Freundin dem Taxifahrer und der Wagen setzte sich in Bewegung. Sie blickte nicht zurück. Sogleich startete eine Diskussion zwischen den beiden Frauen, wobei sie sich gegenseitig bestärkten, dass das die richtige Entscheidung gewesen wäre. Da läutete ihr Mobiltelefon und sie sah seinen Namen auf dem Display aufleuchten. „Soll ich rangehen?“ „Ja, sicher ,“meinte ihre Freundin, obwohl sie noch einen Augenblick zuvor gesagt hatte, sie solle ihn vergessen.

„Was gibt’s denn?“, fragte sie mit flötender Stimme. „Wo bist Du jetzt? Lass Dich zurückbringen zu mir.“ „Nein“, lautete ihre Antwort, „ sicher nicht nach dem heutigen Abend; nachdem wie Du Dich heute aufgeführt hast.“ Er bat sie erneut, kehrt zu machen und redete auf sie ein, wobei seine Stimme immer flehender wurde. „Schatzi, komm zu mir, Du weißt doch genau, dass das heute nicht ernst war, zum Teil Absicht und zum Teil Spaß. Wir sind ja auch nie alleine, immer sind andere Leute um uns herum und immer gibt es diese Spielchen. Nie können wir reden, nur wir zwei, einmal wirklich reden. Komm zu mir, ich möchte nur, dass Du bei mir bist, mehr nicht. Bleib einfach diese Nacht bei mir, wir müssen gar nichts tun, ich will Dich nur bei mir haben!“

to be continued

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